Was ist ein Total Rewards Statement (TRS)?

18.12.13

Im Rahmen eines Total Rewards Statement wird die Gesamtsumme der durch einen Arbeitgeber geleisteten Vergütungen berechnet, zusammengeführt und visualisiert. Das betrifft alles, was der Mitarbeiter zusätzlich zum Lohn erhält, zum Beispiel:

  • Benefits

  • Altersvorsorgeleistungen

  • Steuerliche und sonstige staatliche Abgaben

  • Sozialversicherungsabgaben

  • Alle weiteren Kosten, zum Beispiel für Boni

Total Rewards Statements werden den Arbeitnehmern häufig einmal im Jahr übergeben, entweder als gedrucktes Dokument oder digital per Online-Zugang. Ein solches Statement ersetzt keine monatliche Gehaltsabrechnung oder eine Jahresgehaltsabrechnung.

Welche Funktion haben Total Rewards Statements?

Wenn sich Unternehmen für die Nutzung von Total Rewards Statements entscheiden, dann geht es dabei oft um wirkungsvolle und nachhaltige Personalkommunikations-Strategien. Zum Beispiel:

  • Es geht darum, Unternehmen in die Lage zu versetzen, die besten Leute einzustellen und zu halten. Denn Firmen, die ihre Total-Rewards-Strategie deutlich und umfänglich kommunizieren (bei der Personalrekrutierung, beim Onboarding oder bei Performance Reviews), stärken ihre Arbeitgebermarke.

  • Es geht darum, einer Hochlohninflation vorzubeugen und Kosten zu senken; so werden die Statements oft von Managern im Rahmen von Leistungs-, Entwicklungs- und Lohnanalysen eingesetzt. Die Kommunikation der Total Rewards wertet das Vergütungspaket für Mitarbeiter merklich auf. Und nachdem die Lohnkosten einen immer größeren Teil der Arbeitgeberausgaben ausmachen, ist es wichtig, als modernes Unternehmen aufzutreten, das auf kostengünstige Weise die bestehenden Leistungen, Benefits und Vergütungen der eigenen Belegschaft vor Augen führt.

Warum ist es wichtig, dass das Personal die Gesamtvergütung kennt?

Ein Total Rewards Statement ermöglicht Mitarbeitern, besser zu verstehen, wie sich ihr Einkommen zusammensetzt, zu welchen Benefits sie Zugang haben und welche Altersvorsorge- und Versicherungsleistungen sie von ihrem Arbeitgeber im Rahmen ihrer Anstellung erhalten. Wenn ein Mitarbeiter immer nur Teile dieses Gesamtpakets zu Gesicht bekommt, kann er schließlich kein Gespür für den gesamten Wert der ihm zustehenden Arbeitgeberleistungen entwickeln. Das Ergebnis: die von uns so betitelte „Vergütungs-Lücke“.

Benify-Total Rewards Statement

Was, wenn ein Mitarbeiter seine Total Rewards nicht kennt?

Wir von Benify sind vor Kurzem zu der Erkenntnis gelangt, dass nicht weniger als 80 % der Arbeitnehmer das vom Arbeitgeber geleistete Gesamtpaket deutlich unterschätzen. Und das bedeutet, dass zu wenige Mitarbeiter Benefits, Zusatzzahlungen oder Versicherungsleistungen in Anspruch nehmen. Der durchschnittliche Beschäftigte bekommt nur unglaubliche 67 % seiner Gesamtvergütung überhaupt zu Gesicht – dabei sind es in der Privatwirtschaft mehr als im öffentlichen Sektor.

Unsere aktuelle Studie zur Vergütungs-Lücke konnte darüber hinaus eindeutige Unterschiede je nach Arbeitsbereich, Alter und Ort ausmachen. Zum Beispiel konnten diejenigen, die beruflich etwas mit den Themen Gehalt und Gratifikationen zu tun haben, bis zu 37 % häufiger ihre Total Rewards korrekt benennen als jene, die in anderen Bereichen tätig waren. Bemerkenswert ist, dass immer mehr Mitarbeiter auf Werkzeuge wie Online-Vergütungsrechner zurückgreifen, um sich über ihre Gesamtvergütung zu informieren.

Wie sich die Gesamtsumme aus Lohn und Zusatzleistungen berechnen lässt

Jetzt wird es anspruchsvoll. Denn, wie viele Arbeitgeber wissen, ist es nicht ganz einfach, ein Total Rewards Statement für jeden einzelnen Mitarbeiter zu generieren. Üblicherweise kostet das viel Zeit und Nerven.

Um einen Überblick über die Gesamtsumme aus Lohn und Zusatzleistungen zu erzeugen, muss der Arbeitgeber eine ganze Menge unterschiedlicher Größen berücksichtigen. Manche dieser Größen hängen von den konkreten Gegebenheiten innerhalb eines Unternehmens ab, andere von staatlichen Strukturen.

Zusätzlich zum Bruttolohn muss ein Total Rewards Statement folgende Faktoren einbeziehen:

  • Die Steuergesetzgebung und alle steuerlich relevanten Parameter eines Mitarbeiters

  • Die vom Unternehmen finanzierten Zusatzleistungen, Benefits und Boni (z. B. Wellness-Gutscheine oder Firmenfahrzeuge)

  • Die Regularien der betrieblichen und staatlichen Altersvorsorge

  • Staatliche Abgaben, etwa für die Renten- und Sozialversicherung

  • Die Total Rewards werden digital – dank automatisierter Prozesse

Sobald ein Arbeitgeber ein Modell entwickelt hat, das für einen Mitarbeiter alle relevanten Lohn- und Vergütungsfaktoren berücksichtigt, fällt die Automatisierung und die Bereitstellung für eine größere Zahl an Personen leichter. Nach und nach lässt sich kostengünstiger agieren, weil ein Arbeitgeber ein und dasselbe Total Rewards Statement mit unterschiedlichen Variablen bei allen weiteren Mitarbeitern wiederverwenden kann.

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