Financial Wellness: Strategien für das finanzielle Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter

19.07.24

Eine gesunde, engagierte und motivierte Belegschaft ist der Motor bzw. das Herz eines jeden erfolgreichen Unternehmens. Arbeitgeber sehen sich jedoch mit einer steigenden Anzahl an Mitarbeitern konfrontiert, die Schulden- oder Geldprobleme haben. Aktuelle Studien zeigen außerdem, dass finanzielle Ängste zu langfristigem Stress und schlechter psychischer und physischer Verfassung führen können, was zu Fehlzeiten, geringerer Leistung und niedrigerem Umsatz führt. Was können Sie also tun, um in diesem entscheidenden Bereich das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter zu unterstützen?

 

Was ist Financial Wellness?

Bevor wir uns näher mit der Entwicklung von personalisierten Strategien beschäftigen können, muss ein Verständnis für den Begriff ‚Financial Wellness‘ geschaffen werden. Was ist finanzielles Wohlbefinden und wie kann es definiert werden? Im E-Book „Die finanzielle Situation Ihrer Mitarbeiter: Das Thema, das Sie nicht ignorieren können“ von Benify ist finanzielle Wellness definiert als:

  • Die Freiheit, Lebensentscheidungen treffen zu können
  • Die Fähigkeit, herausfordernde Zeiten gut und erfolgreich zu überleben
  • Die Kontrolle über tägliche Finanzen zu haben
  • Das Verfügen über Ressourcen, um für die Zukunft planen zu können

Worin besteht der Zusammenhang zwischen finanz-ieller Lage und Wohlbefinden?

Der Begriff Financial Wellness besteht aus zwei Wörtern, die nicht voneinander getrennt werden können. Vielmehr sind sie untrennbar miteinander verbunden. Schließlich ist es unwahrscheinlich, dass ein Mensch ein hohes Maß an Wohlbefinden erfährt, wenn seine finanzielle Situation ihm Sorge bereitet und er deshalb gestresst ist. 

Ein Bericht der Bank of America aus dem Jahr 2017 hinsichtlich der Leistungen am Arbeitsplatz hat ergeben, dass 56 Prozent der Mitarbeiter bezüglich ihrer finanziellen Situation mindestens etwas gestresst, wenn nicht sogar sehr gestresst sind. Der Bericht hat dabei die Top drei Ursachen für finanziellen Stress identifiziert:

  • Das Sparen für die Zukunft – 67 Prozent
  • Das Bezahlen von Monatsrechnungen – 57 Prozent
  • Kreditkartenschulden – 42 Prozent

Warum das Thema für Arbeitgeber relevant ist 

Auf den ersten Blick mag das finanzielle Wohlergehen Ihrer Mitarbeiter eine Privatangelegenheit für diese sein. Allerdings kann sich die finanzielle Belastung und Not Ihrer Mitarbeiter erheblich auf den Unternehmenserfolg auswirken, wenn aus Geldfragen Notlagen werden. Eine Merrill Lynch-Umfrage der Bank of America unterstreicht diese Aussage. Bei der Umfrage haben nämlich 53 Prozent der Mitarbeiter angegeben, dass ihre Fähigkeit, sich auf die Arbeit zu konzentrieren und produktiv zu sein, regelmäßig durch aufgrund der finanziellen Lage bedingten Stress beeinträchtigt wird. Einer Schätzung von Barclays zufolge kann eine durch Geldsorgen verursachte geringere Produktivität der Mitarbeiter den Gewinn sogar um 4 Prozent senken.

Und doch geht es bei Financial Wellness umso viel mehr als nur um Produktivität und Profite. Bei der Sicherung eines nachhaltigen Unternehmenserfolgs geht es demnach nicht nur um die Produktivitätssteigerung sowie um die Erhöhung der Gewinnmarge, sondern es kommt darüber hinaus vor allem auf die Förderung der finanziellen Sicherheit Ihrer Mitarbeiter an.

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Dabei erkennen immer mehr HR-Experten den unternehmensstrategischen Wert von Financial Wellness. Auf Mitarbeiterseite sorgt sie nämlich für:

  • Zugehörigkeitsgefühl
  • Motivation
  • Teilhabe
  • Produktivität
  • Treue

Unternehmen, in denen es eine lebendige Kultur der Financial Wellness gibt, bieten ihren Mitarbeitern schon heute Unterstützung bei Geldsorgen in Form von Informationen, Werkzeugen und Hilfsmitteln rund ums Thema Finanzen. Genau genommen bedarf es bei den meisten Menschen einer guten Ausbildung, des Zugangs zu Expertenwissen und effektiver finanzieller Unterstützung, um Financial Wellness zu erreichen. Wird auf all das verzichtet, können Geldsorgen zu einem Teufelskreis führen. Arbeitgeber von heute spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle; für sie geht es darum, Lösungen zu finden, von denen Belegschaft und Unternehmen in gleicher Weise profitieren.

Kümmern Sie sich um das finanzielle Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter 

Die gängigsten finanziellen Leistungen für Mitarbeiter fallen in die Kategorien Altersvorsorge, Boni und Versicherungen. Eine der effektivsten Möglichkeiten, sich um das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter zu sorgen, ist dabei Ihr eigenes Benefit-Angebot. Dabei ist ein Benefitplan mit besonderem Schwerpunkt auf die finanzielle Förderung des Wohlergehens der richtige Weg. Damit sich die Vorteile eines Unternehmens jedoch positiv auf das finanzielle Wohlergehen der Mitarbeiter auswirken, muss das Benefit-Angebot für jeden Einzelnen von Vorteil sein. Und genau das ist der Clou. Jeder Mitarbeiter hat seine eigenen Vorlieben und Bedürfnisse, je nachdem, in welcher finanziellen Lage er sich befindet. Dabei quälen jeden Mitarbeiter je nach Alter, Lebens- und Karrierephase ganz andere Sorgen.

Ein personalisiertes Benefit-Angebot

In der heutigen Zeit ist es entscheidend, dass Sie jeden Mitarbeiter individuell ansprechen können und das funktioniert am besten, indem Sie Ihr Benefit-Angebot personalisieren. Wie machen Sie das? Indem Sie auf die Bedürfnisse des Einzelnen eingehen. Fakt ist, dass Ihre Belegschaft nicht homogen ist und dass jeder Mitarbeiter andere Vorlieben und Interessen hat. Und wie machen Sie das? Indem Sie jedem Mitarbeiter die Flexibilität gewähren, frei aus einer Reihe von finanziellen Benefits zu wählen, die für ihn am vorteilhaftesten sind.  

Dabei ist ein flexibles Benefitmodell am effektivsten. Ein flexibler Benefitplan ermöglicht es einem Unternehmen, das finanzielle Wohlergehen jedes Mitarbeiters mit den Bedürfnissen jedes Einzelnen in Einklang zu bringen und ihn zugleich zu unterstützen. Ein vom Arbeitgeber erstellter flexibler Benefitplan erlaubt den Mitarbeitern, aus einer Vielzahl von Vorsteuerangeboten ein individuelles Leistungspaket zu erstellen, das ihren Anforderungen am besten entspricht. Beispielsweise können Ihre Mitarbeiter dann einen bevorzugten Lieferanten oder die für sie am besten geeignete Rente oder Versicherung auswählen.

Forschungsergebnisse der Bank of America haben ergeben, dass sich Arbeitnehmer Finanzberatungsdienste und Hilfsmittel wünschen, die sie bei der Budgetplanung oder der Erstellung von Spar- und Investitionsplänen unterstützen. So gaben 86 Prozent der Befragten an, dass sie an einem von ihrem Arbeitgeber bereitgestellten Finanz-Fortbildungsprogramm teilnehmen würden, wenn dieses vom Arbeitgeber bezahlt würde. Sie sollten sich also überlegen, welche finanzielle Wellness Serviceleistungen Sie im Rahmen Ihres flexiblen Benefitplans anbieten können.

Die Unternehmen scheinen diesen Bedürfnissen durchaus Gehör zu schenken. So ergab eine Befragung, dass unter den großen und mittleren Unternehmen im Jahr 2017 84 Prozent über Financial-Wellness-Programme verfügten; im Vorjahr waren es nur 76 Prozent gewesen. Doch damit ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein flexibles Benefitmodell einem Unternehmen ermöglicht, das finanzielle Wohlbefinden der Mitarbeiter mit den jeweils individuellen Bedürfnissen in Einklang zu bringen und somit in letzter Konsequenz zu einem besseren finanziellen Ergebnis für das gesamte Unternehmen führen kann.

Möchten Sie mehr erfahren? Laden Sie unser kostenloses E-Book „Die finanzielle Situation Ihrer Mitarbeiter: Das Thema, das sie nicht ignorieren können“ herunter.


 

 

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