Die Bedeutung der Selbstfürsorge und wie Sie das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter fördern können

Zuletzt aktualisiert: 2024-05-278 Min. Lesezeit
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Unsere Social-Media-Feeds sind ein endloser Durchlauf, Kommunikation ploppt links und rechts auf und Anzeigen buhlen Tag und Nacht um unsere Aufmerksamkeit. Addiert man dazu noch die Hektik bei der Arbeit und des Alltags, ist es kein Wunder, dass wir uns überfordert fühlen.

Die Arbeit wurde lange Zeit als die wichtigste Stressursache für die meisten Menschen genannt, doch durch COVID-19 hat das Stressniveau inzwischen einen neuen Höhepunkt erreicht.

Eine Studie von Korn Ferry ergab, dass sich Anfang Mai 73 % der amerikanischen Fachkräfte ausgebrannt fühlten. Als Hauptgründe dafür wurden die fehlende Trennung zwischen Arbeit und Privatleben und die nicht zu bewältigende Arbeitsbelastung genannt.

Die Grenze zwischen Arbeit und Privatleben

Viele Menschen empfinden angesichts der Unsicherheit der gegenwärtigen Situation Angst und Besorgnis. Hinzu kommt, dass die Grenze zwischen Berufs- und Privatleben immer weiter verschwimmt, da so viele von uns derzeit von zu Hause aus arbeiten.

Der Impuls, der uns früher dazu veranlasst hat, unsere Computer herunterzufahren, nach Hause zu fahren, die Kinder abzuholen oder nach der Arbeit ins Fitnessstudio zu gehen, fällt jetzt weg. Ohne Orte, an denen man sich aufhalten kann, oder Menschen, die man treffen kann, gibt es nichts, was uns von unseren Computern wegtreibt. Wir überlegen uns, dass wir doch noch eine oder fünf E-Mails verschicken, das morgige Treffen vorverlegen oder ein neues Projekt starten könnten. Es gibt immer noch etwas zu tun, es steht immer noch etwas auf der To-Do-Liste.

Durch den zunehmenden Stress und die gestiegenen Anforderungen laufen wir jedoch Gefahr, einen Burn-Out zu erleiden, wenn wir unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden nicht Priorität einräumen.

 

Es fängt bei Ihnen an: Machen Sie die Selbstfürsorge zu einer bewussten Entscheidung

Während die Notwendigkeit einer verbesserten Work-Life Balance in den letzten zehn Jahren in den Mittelpunkt des Interesses gerückt ist, muss jetzt mehr denn je die Selbstfürsorge zu einer Priorität erklärt werden.

Den meisten von uns macht es nichts aus, auch nach einem langen Arbeitstag einer zusätzlichen Arbeitsaufgabe für unseren Vorgesetzten oder jemand anderen Priorität einzuräumen. Die Idee, Prioritäten für uns selbst und unsere Gesundheit zu setzen, ist jedoch etwas, an das viele von uns nicht gewöhnt sind. Doch solange wir uns nicht bewusst dafür entscheiden, uns um unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden zu kümmern, wird dies nicht geschehen.

Als HR-Führungskraft oder Manager beginnt die Entwicklung von mehr Selbstfürsorge und Wohlbefinden der Mitarbeiter bei Ihnen. Die HR-Abteilung spielt eine entscheidende Rolle bei der Förderung der Unternehmenskultur. Dies geschieht durch die Auswahl der Mitarbeiter, die Routinen der Onboarding- und Offboarding-Prozesse, die Richtlinien und Praktiken sowie die Programme für Mitarbeiter-Benefits.

Sich um Sie selbst und Ihre Mitarbeiter kümmern

Im Folgenden befassen wir uns mit 10 einfachen Maßnahmen, mit denen HR-Führungskräfte Selbstfürsorge praktizieren und Mitarbeiter dazu ermutigen können, es ihnen gleich zu tun.

  1. Sorgen Sie dafür, dass die Selbstfürsorge ganz automatisch geschieht: Selbstfürsorge muss zur Gewohnheit und Teil Ihres Alltags werden – genau wie Zähneputzen oder Duschen muss sie zur Selbstverständlichkeit werden. Reservieren Sie Zeit für die Selbstfürsorge und tragen Sie diese in Ihren Kalender ein. Machen Sie zum Beispiel jeden Tag eine ganze Stunde Mittagspause und gehen Sie davon 30 Minuten spazieren.
  1. Sagen Sie Danke und sprechen Sie Lob aus: In der Hektik des Alltags vergisst man leicht, den Kollegen für ihre Bemühungen zu danken und sie zu würdigen. Nehmen Sie sich Zeit, Leistungen zu würdigen, Danke zu sagen und Wertschätzung zu vermitteln. Das sorgt nicht nur bei den Empfängern, sondern auch bei Ihnen für bessere Laune.

  2. Ernähren Sie sich gesund und trinken Sie viel Wasser: Achten Sie darauf, dass Sie jeden Tag ein vernünftiges Frühstück und Mittagessen zu sich nehmen. Essen Sie frische Lebensmittel, die Ihnen Energie liefern. Kleine Änderungen Ihrer Ernährung können einen großen Einfluss auf Ihre Energie und Produktivität haben. Sorgen Sie für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, indem Sie täglich mindestens 3 Liter Wasser trinken.

  3. Machen Sie Pausen: Gerade in dieser Zeit, in der so viele von uns von zu Hause aus arbeiten, kommt es schnell einmal vor, dass man vor dem Computer hängenbleibt und die Pausen vernachlässigt. Regelmäßig kurze Pausen einzulegen, ist jedoch unerlässlich. Vielen hilft die Pomodoro-Technik, bei der 25 Minuten lang gearbeitet wird, dann 5 Minuten Pause gemacht wird und mindestens alle zwei Stunden eine 15-minütige Pause eingelegt wird.

  4. Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter, ihre Benefits zu nutzen: Welche Benefits für Mitarbeiter bieten Sie derzeit an? Überprüfen Sie Ihre Benefits im Hinblick darauf, ob sie Benefits beinhalten, die sich auf das Wohlbefinden konzentrieren. Das können beispielsweise eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio, Yoga-Kurse, Massage, Lebensmittellieferungen oder Online-Therapie sein. Wenn Sie Ihren Mitarbeitern die Benefits bieten, die sie sich wünschen und die sie brauchen, ist das eine großartige Möglichkeit, zu ihrem Wohlbefinden beizutragen. Wie finden Sie heraus, welche Benefits Ihre Mitarbeiter sich wünschen? Lesen Sie diesen Artikel.

  5. Priorisieren Sie den Schlaf: Ausreichend zu schlafen ist für verschiedene Gehirnfunktionen, einschließlich Kognition, Konzentration, Produktivität und Leistung, von entscheidender Bedeutung. Schlafen Sie jeden Tag 7 – 9 Stunden und versuchen Sie, immer ungefähr um die gleiche Zeit zu Bett zu gehen und aufzuwachen. Hier erfahren Sie mehr über die enorme Bedeutung von Schlaf.
  1. Trainieren Sie: Körper und Geist bilden eine Einheit. Physische Betätigung bietet nicht nur körperliche, sondern auch geistige Vorteile, da sie die Produktivität steigert, Stress reduziert und für bessere Laune sorgt. Setzen Sie sich als allgemeines Ziel, täglich mindestens 30 Minuten moderater körperlicher Aktivität nachzugehen.

  2. Seien Sie nett zu sich selbst: An manchen Tagen arbeiten wir konzentrierter als an anderen Tagen und an manchen Tagen erzielen wir bessere Leistungen als an anderen. Manchmal überschreiten wir Deadlines und manchmal machen wir Fehler. Das ist in Ordnung. Wir alle haben gute und schlechte Tage. Lassen Sie sich etwas Freiraum und seien Sie nett zu sich selbst.
  1. Erstellen Sie für jeden Tag eine Aufgabenliste: An manchen Tagen scheint alles dringend und wichtig zu sein. Starten Sie jeden Tag damit, Ihre Aufgabenliste durchzugehen und Prioritäten zu setzen. Achten Sie darauf, dass Ihre Liste realistisch ist. Schreiben Sie am Ende jedes Tages Ihre Aufgabenliste für den kommenden Tag.
  1. Siege reflektieren und feiern: Viele von uns widmen sich, sobald sie eine Aufgabe abgeschlossen oder einen bestimmten Meilenstein erreicht haben, der nächsten Aufgabe – einen Blick zurück gibt es nicht. Nehmen Sie sich stattdessen Zeit, um über das Erreichte nachzudenken und zu sehen, wie weit Sie gekommen sind. Feiern Sie den Sieg, und sei er noch so klein. Wenn Sie feiern, setzt Ihr Körper Endorphine frei, die dafür sorgen, dass Sie sich gut fühlen.

 

Da die lang- und kurzfristige Zukunft im Hinblick auf COVID-19 und die Art und Weise, wie wir leben und arbeiten, nach wie vor ungewiss ist, ist es heute an der Zeit, die Selbstfürsorge zu einer Priorität zu machen.

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