4 Tipps für mehr Financial Wellness

18.12.20

Benefits, die auf die Verbesserung der persönlichen Finanzen abzielen – „Financial Wellness“ lautet das zugehörige Schlagwort –, haben in der heutigen Arbeitswelt zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Gründe sind vielfältig: Schulden, steigende Gesundheitskosten, höhere Mieten und Grundstückspreise und vieles mehr. In diesem Blogeintrag zeigen wir Ihnen, weshalb das Thema so wichtig ist, welche Benefits es konkret gibt und wie Sie diese ihrem Personal anbieten können, um deren finanzielle Sicherheit zu verbessern.

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Was bedeutet Financial Wellness für Mitarbeiter?

Financial Wellness ist weit mehr als nur ein gutes Gehalt oder ein üppiger Bonus. Hierbei geht es vielmehr um alles, was die persönliche finanzielle Situation einer Person in irgendeiner Weise betrifft. Dabei kann es sich um Finanzberatung, digitale Geldanlage- und Finanzplanungs-Tools und vieles mehr handeln.

Das Ziel: auf weit verbreitete Geldsorgen Antworten zu finden. Mögliche Vorgehensweisen könnten sein:

  • Unterstützung bei der Schaffung eines finanziellen Sicherheitsnetzes

  • Hilfe bei der Planung von Einnahmen und Ausgaben

  • Werkzeuge, die die Geldanlage erleichtern – ob es nun ums Sparen für einen Urlaub oder ein Auto geht, um ein Finanzpolster fürs eigene Kind, oder einfach darum, selbst Rücklagen zu haben

  • Hinweise auf die attraktivsten Zinse und Dividenden, die passenden Versicherungspolicen und andere Finanzprodukte

 

Arbeitgeber, die eine Kultur der Financial Wellness leben, bieten ihren Mitarbeitern schon heute Unterstützungsstrukturen, die dabei helfen, Geldsorgen loszuwerden und finanzielles Know-how zu erwerben. All das mag für den ein oder anderen noch exotisch klingen – bald ist es der Standard.

Warum sollten Unternehmen ins Thema Financial Wellness investieren?

53 % der Arbeitnehmer, die in einer aktuellen Befragung (Bank of America Merrill Lynch) teilnahmen, gaben an, aufgrund von finanziellem Stress regelmäßig Konzentrationsprobleme bei der Arbeit zu haben und deshalb weniger produktiv zu sein.

Allerdings geht es bei Financial-Wellness-Strategien um weit mehr als nur um die Optimierung der Quartalszahlen. Es geht um die langfristige Perspektive: Durch solche Strategien entsteht nämlich Markenkapital. Wer sich auf diese Weise als attraktiver Arbeitgeber zu erkennen gibt, wird es leichter haben, wenn es darum geht, die besten Fachkräfte der Branche einzustellen und zu halten.

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Financial Wellness ist für alle Mitarbeiter wichtig – vom Berufseinstieg bis zum Ruhestand

Benefits, die auf eine Verbesserung der persönlichen finanziellen Sicherheit abzielen, sind nicht nur interessant für Personal in der Karrieremitte (wenn es um die Versorgung der Familie geht) oder am Karriereende (wenn man für den Ruhestand spart). Überraschenderweise sind solche Benefits sogar besonders willkommen bei jenen, die ihre Karriere gerade erst begonnen haben: die Hochschulabgänger und Berufseinsteiger der Generation Z.

Unser aufschlussreicher Mitarbeiterzufriedenheits-Index 2018 zeigt, dass die jungen Mitarbeiter dringender als alle anderen Gruppen Unterstützung bei der Handhabung ihrer persönlichen Finanzen brauchen. Die Mitarbeiter der Generation Z unterziehen ihre persönlichen Finanzen fast doppelt so häufig einer Revision wie die Babyboomer-Generation (für bis zu zwei Drittel der Befragten steht eine solche Revision mindestens fünfmal im Jahr an). Und mehr als die Hälfte der Jüngeren sagten, der Gedanke an die eigene finanzielle Situation löse bei ihnen Beklemmungsgefühle aus.

Hohe Miet- und Grundstückspreise und abzubezahlende Studienkredite führen dazu, dass die Generation Z Financial-Wellness-Benefits mit Kusshand begrüßt. Für die Unternehmen bedeutet das, dass sie mit solchen Benefits nichts falsch machen können – vor allem, wenn ihnen wichtig ist, für Berufseinsteiger attraktiv zu sein. Unsere Studie zeigt aber auch, dass viele Unternehmen erst spät realisiert haben, dass es sich bei dem Thema um einen nicht zu vernachlässigenden Trend handelt. Nur ein Drittel der Befragten gab an, im Rahmen der eigenen beruflichen Tätigkeit Zugang zu Financial-Wellness-Benefits zu haben. (Und die Wenigen, die über solche Benefits verfügen, waren nicht besonders zufrieden damit.)

Wo Financial Wellness bereits eine Rolle spielt: einige Beispiele

Einige der fortschrittlichsten Arbeitgeber beginnen nun die Lücke, die viele Unternehmen in Sachen finanzielles Wohlergehen ihrer Mitarbeiter gelassen haben, zu füllen. Sie geben ihrem Personal Mittel an die Hand, mit denen sich Geldsorgen leichter bewältigen und persönliche Budgets besser planen lassen. Hier nur eine Auswahl, wie das Thema Financial Wellness implementiert werden kann:

  • Klarna bietet frischgebackenen Eltern eine 20-wöchige Elternzeit bei voller Bezahlung an, außerdem Kinderbetreuung in den ersten beiden Lebensjahren des Kindes. Das hilft den Klarna-Beschäftigten, ihre Aufmerksamkeit eher dem Wachstum des Kindes als jenem des Rechnungsstapels zu schenken.

  • PwC unterstützt Mitarbeiter mit zusätzlichen Geldleistungen, um ihre Studienschulden abzubezahlen.

  • Google zahlt dem Partner oder der Partnerin eines verstorbenen Mitarbeiters 10 Jahre lang 50 % seines Gehalts aus. Damit will das Unternehmen seinen Angestellten einige der Sorgen nehmen, die entstehen, wenn man sich mit dem bedrückenden Gedanken „Was passiert nur mit meinen Angehörigen, wenn ich nicht mehr bin?“ herumschlägt.

In 4 Schritten zu einem wirkungsvollen Financial-Wellness-Programm

1. Nutzen Sie Mitarbeiter-Daten

Sammeln, analysieren und nutzen Sie all die Daten über Ihre Mitarbeiter, die Ihnen zur Verfügung stehen. Das hilft Ihnen dabei, auf die spezifischen Sorgen und Nöte einzugehen, die einem Mitarbeiter aus seiner finanziellen und demographischen Situation heraus erwachsen. Ob es um die Rückzahlung der Studienkredite von Generation-Z-Angehörigen geht, um die besten Hypothekenraten für Millennials oder um die Ruhestandsplanung für … nun ja … alle Mitarbeiter.

2. Bieten Sie Weiterbildung und Coaching an

Gutes Finanzmanagement und effektives Planen fängt manchmal schon mit einem einfachen Ratschlag an. Die Arbeitnehmer von heute haben insofern Glück, als es eine ganze Branche gibt, die sich ausschließlich mit persönlichen Finanzlösungen beschäftigt und diese gebündelt für ganze Gesamtbelegschaften anbietet. Die Palette reicht von digitalen Geldanlagediensten bis zum persönlichen Coaching: Wenn sie wollen, können Arbeitgeber den Weg für eine größere finanzielle Stabilität ihrer Mitarbeiter bereiten. Und oft reichen schon kleine Maßnahmen: Mehr als 45 % der Befragten gaben im Rahmen einer unserer aktuellen Studien an, dass ihre Zufriedenheit schon allein dadurch deutlich gesteigert werden könnte, wenn sie mehr über die ihnen zur Verfügung stehenden finanziellen Möglichkeiten erfahren würden.

3. Steigern Sie die Mitarbeiterbindung durch maßgeschneiderte Kommunikation

Nutzen Sie Technologien, die zielgenau auf die Lebenssituation der Mitarbeiter abgestimmte Kommunikation ermöglichen. Wenn Sie zum Beispiel das Augenmerk auf die von ihnen finanzierten Altersvorsorgeleistungen lenken wollen, können Sie den Ton und Inhalt der entsprechenden Nachrichten auf jene Gruppen zuschneiden, für die diese Information besonders relevant ist. Oder betrachten Sie das Beispiel Kinderbetreuung: Wenn Sie Leistungen erbringen, die mit diesem Thema in Verbindung stehen, können Sie veranlassen, dass die entsprechenden Nachrichten nur an jene Teile der Belegschaft gesendet werden, die gerade aus der Elternzeit zurück sind.

4. Bieten Sie geeignete Finanz-Tools und -Dienste an

Von einer Lösung nach dem Motto One size fits all“ hat am Ende niemand etwas. Stellen Sie sicher, dass Ihr Angebot auch wirklich zu den spezifischen Lebenslagen passt, in denen sich Ihre Mitarbeiter befinden. An welchen Stellen brauchen sie Unterstützung? Worüber machen sie sich sorgen? Bleiben Sie am Ball und bieten Sie die fortschrittlichsten Lösungen an, die das persönliche Finanz-Management zu bieten hat – vom Robo-Saving bis zur Geldanlage-App. Das Unternehmen Lifeplan etwa geht mit gutem Beispiel voran: Lifeplan-Kunden sind die ersten weltweit, denen individualisierte Finanzplanungs-Ratschläge direkt als Pushnachricht aufs Smartphone geschickt werden. Oft sind die einfachsten Lösungen die effektivsten.

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