Wie Sie junge Mitarbeiter über finanzielles Wohlbefinden aufklären

Zuletzt aktualisiert: 2021-09-075 Min. Lesezeit

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Seit 2012 veröffentlicht das United Nations Sustainable Development Solutions Network (SDSN) in Zusammenarbeit mit der Ernesto Illy Foundation den World Happiness Report. In jedem Jahr liegen die skandinavischen Länder – Finnland, Norwegen, Dänemark, Island und Schweden – unter den Top 10. Was ist ihr Geheimnis? Warum sind diese Nationen angeblich so glücklich?

Eines haben all diese Länder gemeinsam: Sie setzen sich dafür ein, ihren Bürgern (trotz höherer Steuern) durch Gesundheits-, Bildungs- und Rentenprogramme mehr finanzielle Sicherheit und finanzielle Freiheit zu bieten. Zahlreiche Studien zeigen, dass sich größere finanzielle Sicherheit und Freiheit nicht nur positiv auf unser finanzielles Wohlergehen, sondern auch auf unsere allgemeine Zufriedenheit auswirken.

Auch wenn man mit Geld kein Glück kaufen kann, so kann es doch Sicherheit und Komfort bieten, welche wiederum zu unserem Glück beitragen.

Das Streben nach finanzieller Unabhängigkeit

Laut einem Bericht von CBS findet der Trend "Financial Independence, Retire Early" oder F.I.R.E. großen Anklang bei den jüngeren Generationen. Die F.I.R.E.-Bewegung ermutigt Menschen, ein möglichst sparsames Leben zu führen und einen großen Teil ihres Einkommens zu sparen, um so die Kontrolle über ihre finanzielle Unabhängigkeit in der Zukunft zu übernehmen.

Viele Millennials und Gen Zers haben sich dieser Idee angeschlossen, mit dem Ziel, so schnell wie möglich finanziell unabhängig zu werden.

Die Folgen finanzieller Sorgen

Obwohl F.I.R.E. unter den jungen Arbeitnehmern heutzutage ein hochaktuelles Thema ist, weiß nicht jeder von ihnen, wie man haushaltet, spart oder für seinen Ruhestand plant.

Arbeitgeber nehmen eine wichtige Rolle ein, wenn es um das finanzielle Wohlergehen ihrer Mitarbeiter geht. Schließlich wirken sich finanzielle Sorgen auf unsere Arbeit, unser Wohlbefinden, unsere Produktivität und unser Engagement am Arbeitsplatz aus – ganz zu schweigen von den wirtschaftlichen Auswirkungen, die sie aufgrund von Krankheits- oder Fehlzeiten auf Unternehmen haben können.

Ein 2017 von der Bank of America veröffentlichter Bericht über Benefits am Arbeitsplatz ergab, dass 56% der Mitarbeiter aufgrund ihrer finanziellen Situation sehr oder etwas gestresst sind. 53% dieser Mitarbeiter berichten, dass der Stress ihre Fähigkeit beeinträchtigt, sich zu konzentrieren und bei der Arbeit produktiv zu sein, wobei Millennials doppelt so häufig wie Babyboomer angeben, dass Stress ihre Arbeit beeinträchtigt. Leider haben die finanziellen Auswirkungen von COVID-19 das Problem nur noch verschlimmert.

Laut einer aktuellen Studie sind Millennials besonders von den wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Krise betroffen. Geringere Verdienste durch einen Jobverlust oder reduzierte Arbeitszeiten bedeuten weniger verfügbares Einkommen, was wiederum zu weniger Ersparnissen und langfristiger finanzieller Sicherheit führt. Dieselbe Studie zeigt, dass 67% der Millennials aufgrund der Krise Einkommensverluste erlitten haben und sich für 53% die Pandemie negativ auf ihr finanzielles Wohlergehen ausgewirkt hat.

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Positive finanzielle Gewohnheiten fördern

Um das finanzielle Wohlbefinden der Mitarbeiter zu unterstützen, müssen Unternehmen ihnen helfen, positive Gewohnheiten in Bezug auf ihre Finanzen zu entwickeln. Und dies kann nur durch Aufklärung erreicht werden.

Untersuchungen zeigen, dass Finanzberatungsdienste und -tools, die auf Budgetierung, Sparen und Investitionen abzielen, in der Tat etwas sind, das Mitarbeiter sich wünschen. Tatsächlich gaben in dem bereits erwähnten Bericht 86% der befragten Mitarbeiter an, dass sie an einem von ihrem Arbeitgeber angebotenen Finanzbildungsprogramm teilnehmen würden.

Finanzielle Prioritäten ändern sich selbstverständlich, wenn wir verschiedene Meilensteine im Leben durchlaufen - den Kauf unseres ersten Hauses, die Gründung einer Familie, die Ausbildung unserer Kinder und schließlich die Vorbereitung auf unseren Ruhestand. Entwickeln wir jedoch positive Gewohnheiten rund um den Bereich Finanzen, sind wir besser gerüstet, um durch diese Lebensphasen zu navigieren.

Mitarbeiter informieren und motivieren

Im Folgenden finden Sie einige Vorschläge, wie Sie Ihren Mitarbeitern helfen können, ihre Finanzen zu verstehen und zu verwalten:

  • Laden Sie einen Experten zu einem Vortrag oder einer Vortragsreihe über verschiedene finanzielle Themen wie Schuldenmanagement, Budgetierung und Sparen an den Arbeitsplatz ein.
  • Bieten Sie finanzielle Beratung an, z.B. dazu wie Mitarbeiter ihr Gehalt während verschiedener Lebensabschnitte am besten verwenden können.
  • Bieten Sie eine Auswahl von Mitarbeiter-Benefits an, die für finanzielle Sicherheit und finanzielles Wohlergehen sorgen.
  • Selbst wenn Ihre jüngsten Mitarbeiter noch Jahrzehnte vom Ruhestand entfernt sind – erklären Sie ihnen die Bedeutung der Rente, wie sie funktioniert und wie sie diese optimal gestalten können.
  • Helfen Sie Ihren Mitarbeitern, sich ihrer Gesamtvergütung (abgesehen von ihrem Gehalt) bewusst zu werden, z. B. durch flexible Benefits oder einen flexiblen Budgetplan.

Für Unternehmen sollte dies eine Selbstverständlichkeit sein – Investitionen in das finanzielle Wohlergehen Ihrer Mitarbeiter sind gut angelegtes Geld.


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