In 10 Schritten zu einer zeitgemäßen Employer-Branding-Strategie

18.12.03

Employer Branding, das bedeutet: Sie als Arbeitgeber werden zu einer unverkennbaren Marke. Es geht – um es mit den Worten eines einflussreichen HR-Managers zu sagen – um das, was Ihr Mitarbeiter nach ein paar Gläsern Wein über Sie sagt. Dabei ist der Markenbildungsprozess nie ganz abgeschlossen; jeder Tag wartet mit einer neuen Herausforderung.

Wie kann Employer Branding bei der Personalfindung helfen?

Die Vorteile einer zeitgemäßen Arbeitgebermarke liegen auf der Hand: Ihre Folgen reichen bis hin zu einer geringeren Krankheitsrate und Fluktuation der Belegschaft. Sie kann Ihnen darüber hinaus helfen, die besten Leute anzusprechen, sie zu führen und zu halten – und das sogar bei sinkenden Investitionen und Kosten.

Deshalb ist es für Sie als HR-Führungskraft so wichtig, Ihre Markenbildung voranzutreiben und sich auf jede einzelne Phase des Lebenszyklus jedes einzelnen Beschäftigten zu beziehen. Davon hängt letztlich Ihr Unternehmenserfolg ab. Doch was können Sie tun, um Ihre Arbeitgebermarke zu stärken und zu einem der besten Arbeitgeber Ihrer Branche zu werden?

Beispiele für gutes Employer Branding und Tipps für eine zeitgemäße Strategie finden Sie hier:

10. Bieten Sie beliebte Essens- und Trinkens-Benefits an

Wie gut ist eigentlich Ihr Kaffee? Wussten Sie, dass die jüngsten Arbeitnehmer Essens- und Trinkens-Benefits mehr wertschätzen als jeden anderen Benefit? Die Erkenntnis, dass ein anderer Arbeitgeber bessere Ernährungsmöglichkeiten anbietet, würde für sich genommen schon bis zu 6 % der Arbeitnehmer reichen, um sich zum Jobwechsel zu entscheiden. Sie möchten ihre Arbeitgebermarke fit für Absolventen und Berufseinsteiger machen? Kaffee, Obst, Mittagessen und Kuchen könnten Teil der Lösung sein.

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9. Bereiten Sie Ihre Führungskräfte sorgfältig auf ihre Aufgaben vor

Was wünschen sich Arbeitnehmer von ihrem Arbeitgeber? Unser kürzlich ermittelter Mitarbeiterzufriedenheits-Index kommt zu der Erkenntnis, dass gutes Management von den befragten Mitarbeitern als wichtigster Faktor bei der Arbeitsplatzwahl genannt wird (andere wichtige Faktoren sind etwa die Unternehmenskultur und die Kollegen). All die Energie, die Sie ins Employer Branding stecken, ist vergebens, wenn Sie Ihren Führungskräften nicht die richtigen Werkzeuge und Unterstützungsstrukturen anbieten, um ihre Teams gut zu managen. Ein schlechter Manager ist das Ergebnis einer schlechten Unternehmenskultur – und nicht deren Ursache.

8. Teilen Sie Ihre Arbeitgebermarke über die sozialen Medien

Lassen Sie die Welt an Ihrem Arbeitsalltag teilhaben. Die sozialen Medien bieten hierfür unzählige Möglichkeiten, ob auf Twitter oder Instagram, LinkedIn oder Facebook. Wussten Sie, dass die meisten Bewerber vor ihrem Vorstellungsgespräch einen Blick auf die sozialen Kanäle des Unternehmens werfen? Natürlich gilt das nicht nur für Bewerber: Auch auf Geschäftspartner macht eine zufriedene und motivierte Belegschaft einen guten Eindruck. Werden Sie aktiv!

7. Kommunizieren Sie die Erfolge Ihrer Mitarbeiter

Behalten Sie die Kontrolle darüber, welche Geschichten Ihre Arbeitgebermarke erzählt. Kommunizieren Sie Erfolge intern (über Newsletter, Veranstaltungen und andere Foren) und extern (durch Ihre Webseite und andere Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit) und überzeugen Sie die Welt davon, dass es Spaß macht, für Sie zu arbeiten.

6. Kennen Sie Ihre Branche in- und auswendig

Finden Sie alles über Ihre Branche heraus, was es herauszufinden gibt. Was wünschen sich jene, die in der Branche arbeiten? Was hat die Konkurrenz zu bieten, was macht sie attraktiv für Bewerber? Wie können Sie Ihre Employee Experience verbessern? Erkundigen Sie sich auch, was auf Bewertungsplattformen wie Glassdoor über Sie geschrieben wird – und was Sie verbessern sollten.

5. Entdecken Sie die Vorzüge von Mitarbeiterbefragungen

Sie möchten wirklich wissen, wie Ihre Arbeitgebermarke wahrgenommen wird? Sprechen Sie mit den Leuten – beim Einstellungsgespräch, beim Onboarding, bei regelmäßig stattfindenden Personalgesprächen und dann noch einmal beim Offboarding. Eine kürzlich von uns durchgeführte Befragung von HR-Führungskräften hat ergeben, dass viele Unternehmen am meisten über den Zustand ihrer eigenen Marke (und auch der Marken ihrer Mitbewerber) im Rahmen von Einstellungsgesprächen erfahren haben. Und denken Sie daran: Nur ehrliches Feedback ist wertvolles Feedback. Deshalb ist Anonymität bei Mitarbeiterbefragungen wichtig.

4. Nehmen Sie das Feedback ernst

Aktivitäten, die der Entwicklung Ihrer Arbeitgebermarke dienen, sollten auf belastbaren Erkenntnissen beruhen und nicht einfach aus dem Bauch heraus passieren. Wenn Sie Ihre Mitarbeiter nach ihrer Wahrnehmung der eigenen Marke fragen, nehmen Sie die Antworten ernst. Trauen Sie sich, Ihre Aktivitäten ehrlich mit denen Ihrer Mitbewerber zu vergleichen. Aber vergessen Sie auch nicht, dass es zwar immer etwas zu verbessern gibt, dass aber gerade die Verbesserung der Markenwahrnehmung ein langwieriger Prozess sein kann.

3. Schaffen Sie einen mobilen Zugang zur Employee Experience

Wussten Sie, dass bis zu 85 % der zur Generation Z gehörigen Arbeitnehmer sich in ihrem Mitarbeiter-Portal am liebsten übers Smartphone einloggen? Wenn eine Arbeitgebermarke, die wirklich beim Personal ankommt, Ihr Ziel ist, müssen Sie die Distanz zwischen Ihnen und Ihren Mitarbeitern abbauen. Sie sollten ihre Verhaltensweisen, Gewohnheiten und Vorlieben kennen – besonders wenn es um die Mitarbeiterkommunikation geht. Sie möchten eine überlebensfähige Marke schaffen? Dann seien Sie gewiss: Wenn sie mobil nicht funktioniert, funktioniert sie überhaupt nicht.

2. Bieten Sie Benefits, die Ihren Unternehmenswerten entsprechen

Heute reicht es nicht mehr, Ihre Markenwerte in großen Lettern auf Wände und Internetseiten zu pinseln. Wenn Ihre Werte wirklich Anklang finden sollen, müssen sie es schon ernst meinen. Und die entsprechenden Benefits anbieten – von CSR-Lösungen und der Stärkung der Work-Life-Balance über Versicherungen und Benefits, die die persönlichen Finanzen betreffen. Unsere eigenen Nachforschungen haben ergeben, dass Mitarbeiter, die angeben, ein Verständnis für die Vision, die Mission und die Kernwerte ihres Arbeitgebers entwickelt zu haben, 28 % mehr Engagement bei der Arbeit zeigen als jene, für die dies nicht gilt.

1. Entwickeln Sie eine Strategie, die Benefits und Kommunikation aneinander bindet

Eine zeitgemäße und wirkungsvolle Arbeitgebermarke wächst nicht über Nacht. Sie ist das Ergebnis gründlicher Beschäftigung mit den Mitarbeitern und daraus abgeleiteter Planungen. Und damit die Marke auch Bestand hat, sind weitere Befragungen und markenbildende Maßnahmen notwendig. Wer in einem Unternehmen mit einer großangelegten Benefit- und Kommunikationsstrategie arbeitet, ist im Schnitt 20 % zufriedener mit seinen Benefits und 19 % überzeugter, dass die eigenen Benefits besser sind als jene, die den Beschäftigten von Konkurrenzunternehmen angeboten werden. Außerdem stehen sie der Arbeitgebermarke 14 % näher. Doch damit nicht genug: Wer eine solche Strategie hat, stärkt nicht nur das eigene Employer Branding, sondern hilft seinem Unternehmen zudem dabei, Kosten zu sparen und Fehlinvestitionen in Benefits vorzubeugen.

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